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Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt.Ludwig Wittgenstein
 

Vor ca. 12 Jahren wurde der Verein „MENTOR – Die Leselernhelfer“ in Hannover gegründet. Inzwischen wird diese Idee in ca. 260 Orten mit ca. 10.000 Mentorinnen und Mentoren an 1.450 Schulen bundesweit umgesetzt.

Am 05. Juni 2014 wurde der MENTOR – Verein in Walsrode gegründet, zurzeit haben wir 43 Mitglieder. Wir haben Kontakt zu den Grund- und Förderschulen und zur Oberschule aufgenommen. 30 Mentorinnen und Mentoren arbeiten ehrenamtlich an 10 Schulen oder werden in Kürze starten. Mit folgenden Schulen haben wir Kooperationsverträge abgeschlossen:

  • Grundschule Süd, Walsrode
  • Grundschule Am Markt, Walsrode
  • Grundschule Vorbrück, Walsrode,
  • Förderschule Hans-Brüggemann-Schule, Walsrode
  • Förderschule Pestalozzi-Schule
  • Klaus-Dieter-Haehn Schule der Lebenshilfe, Walsrode
  • Oberschule Walsrode
  • Ludwig-Rahlfs-Schule, Grundschule, Düshorn
  • Grundschule Kirchboitzen
  • Ita-Wegmann-Schule, Bomlitz-Benefeld

Wir benötigen Unterstützung für die Anschaffung von Lese- und Lernmaterial, für die Weiterbildung (Seminare) unserer Mentoren sowie die Grundausstattung unseres Büros.

Unsere Ziele:

  • Jedes Kind soll, unabhängig von seiner kulturellen und sozialen Herkunft, eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe erlangen. Dazu gehört ein Schulabschluss, der seiner tatsächlichen Begabung entspricht.

Was wir tun – die Arbeit des Vereins:

  • Individuelle Einzelförderung von Kindern, die Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Sprache haben.
  • Organisation und Betreuung der Zusammenarbeit zwischen Mentoren, Kindern und Schulen
  • Durch den Kontakt zu Lehrkräften und Schulen vermittelt der Verein den Kontakt zwischen Mentoren/Mentorinnen und geeigneten Schülerinnen und Schülern.

Die Aufgaben der Mentoren (Leselernhelfer)

  • Mentorinnen und Mentoren sind ehrenamtlich tätig. Sie zeichnen sich durch Liebe zur deutschen Sprache und zu Geschichten aus, durch Geduld im Umgang mit 6-16-Jährigen sowie durch gesunden Menschenverstand.
  • Mindestens sechs Monate lang sollte ein Erwachsener ein Kind begleiten können, unabhängig davon, welchen Schultyp es besucht. Mentor und Schüler treffen sich regelmäßig (ausgenommen in der Ferienzeit), mindestens jedoch einmal wöchentlich in der Schule.
  • Um ein hohes Maß an individueller Zuwendung zu gewährleisten, arbeiten Mentoren in der Regel mit einem Kind.
  • Ausgangspunkt des gemeinsamen Lese-, Schreib- bzw. Sprechtrainings sind immer die Interessen sowie die individuellen Fähigkeiten des Kindes. Die Mentoren holen die Mädchen und Jungen dort ab, wo sie aktuell stehen.

Wie geht das praktisch?

  • Lesen altersgemäßer Texte; Wünsche des Kindes sollten berücksichtigt werden.
  • Gemeinsames Gespräch über das Gelesene (Textverständnis).
  • Vorlesen eines Textes mit korrekter Betonung und Sprechen in ganzen Sätzen.
  • Eingehen auf individuelle Schwierigkeiten beim Lesen Sprechen und Schreiben.
  • Die Förderung findet außerhalb des Schulunterrichts statt.
  • Ein bis zwei Mal wöchentlich treffen sich die Mentorinnen und Mentoren mit ihren Schülern für ca. eine Stunde zum gemeinsamen Lesen und Sprechen.
  • Wichtig sind vor allem Kontinuität und Ausdauer.
  • Die Arbeit zwischen Mentoren und Kindern soll und kann den Deutschunterricht nicht ersetzen und ist auch nicht als Nachhilfe gedacht.
  • Mentoren wollen über das gemeinsame Lesen und das Sprechen über das Gelesene Textverständnis und Sprachkompetenz fördern.

Und der Erfolg?

  • Evaluationen haben ergeben, dass sich die Deutschnote in der Regel stark verbessert, weil Wortschatz und Textverständnis wachsen.
  • Kinder und Jugendliche, die nach dem Tandem-Modell (1:1 Prinzip – ein Erwachsener kümmert sich um ein Kind) gefördert werden, werden aufgeschlossener und selbstbewusster.
  • Die Jugendkriminalität geht zurück (Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsens). Wer sich durch neue Motivation schulisch verbessert und positive Ziele hat, wird nicht straffällig. Wer argumentieren kann, muss nicht gleich zuschlagen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet: http://www.mentor-bundesverband.de/